Matthias Brandmüller erklärt in 4 Schritten, wie du dein eigenes Produkt erstellst!

Auf dem IMK in Berlin, habe ich mir natürlich nicht die Chance entgehen lassen, mit Matthias Brandmüller, dem Experten im Bereich der Produktentwicklung, zu sprechen. Schaut euch jetzt das Interview in Video- oder Textform an 🙂


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Laura Geisbuesch: Hallo, ich berichte wieder vom Internet-Marketing Kongress in Berlin. Neben mir sitzt Matthias Brandmüller, auch einer der besten in der Szene 🙂 Stell dich einmal selber vor! Was machst du, wer bist du und wo kommst du her?

Matthias Brandmüller: Ja, zunächst einmal vielen Dank für das Kompliment Laura! Ich komme aus Aschaffenburg, das ist noch der letzte Zipfel von Bayern. Ich bin seit sechs Jahren in dem Bereich tätig, ein alter Hase und trotzdem noch jung im Business, würd ich sagen 😉 Mein Fokus liegt auf der Konzepterstellung und Produktentwicklung und das ist mein Steckenpferd. Es macht mir auf jeden Fall immer noch Spaß!

Laura Geisbuesch: Du sagtest gerade, dass die Produktentwicklung dein Hauptbeschäftigungsbereich ist. Was kannst du uns darüber erzählen, denn die meisten Anfänger haben noch kein eigenes Produkt. Welche Tipps kannst du den Anfängern mit auf den Weg geben?

Matthias Brandmüller: Das wichtigste ist, dass man sich zunächst einmal eine Thematik sucht, die einem Spaß macht. Der größte Fehler den die meisten am Anfang machen ist, dass sie sich sich eine Thematik suchen, nur weil ihnen irgendjemand erzählt hat, dass man in diesem Bereich Geld verdienen kann. Aber gerade am Anfang ist es ja so, dass man an gewisse Hürden angelangt und wenn man dann keine Leidenschaft für eine Thematik besitzt, dann ist es einfach so, dass man sehr schnell aufgibt, denn die Motivation des Geldes ist ja am Anfang noch nicht da, weil man ja noch kein Geld verdient.

Es gibt vier wichtige Schritte. Der erste Schritt ist, eine Thematik zu finden, die einem Spaß macht und für die man eine Leidenschaft besitzt. Man kann nahezu für jede Zielgruppe einen Ratgeber entwickeln, denn jede Zielgruppe besitzt irgendein Problem. Deswegen ist der Schritt Nummer Eins, eine Zielgruppe zu finden, mit einer Thematik für die man persönlich eine Leidenschaft besitzt!

Schritt Nummer Zwei ist, dass man seine Zielgruppe kennenlernt, denn das zweitgrößte Problem ist, dass viele ein Produkt entwickeln und gar nicht wissen, wo die Hauptprobleme der Zielgruppe liegen. Manche entwickeln drei bis sechs Monate die Produkte und wundern sich im Nachhinein, warum sie nichts verkaufen. Man kann ganz einfach im Internet in Foren oder Gruppen schauen, welche Fragen am häufigsten auftauchen. Am besten macht man sich dann eine Excel-Tabelle, in der man alle Fragen notiert und jedes Mal wenn einem diese Frage wieder begegnet, markiert man diese in der Tabelle mit einem X. Nach einer Woche sieht man dann genau, welche Fragen am häufigsten auftreten. Diese Fragen stellen dann die Hauptprobleme deiner Zielgruppe dar.

Der dritte Schritt ist dann, Lösungen für diese Probleme zu finden. Entweder man kennt diese schon, weil man bereits ein Experte auf diesem Gebiet ist, oder man googelt ganz einfach danach, oder kauft sich zu diesem Thema die Beststeller auf Amazon. Experte heißt nämlich eigentlich nur, mehr zu wissen als dein Gegenüber.

Beim vierten Schritt muss man sich für den richtigen Marketing-Weg entscheiden. Das können Webinare sein, oder man vermarktet sein Produkt über Email-Marketing oder Google AdWords. Welchen Weg man wählt, kommt immer auf das Produkt an. Lange Rede kurzer Sinn, das sind die vier Schritte einer Produktentwicklung um Erfolg zu haben.

Ich gebe dir ein Beispiel:

Wenn du einen Hund (zum Beispiel einen Labrador) besitzt, der sehr viel haart, und ich mich nun mit dieser Problematik beschäftigt habe, dass Labradore extrem haaren. Dann sollte das Ebook welches ich herausgebe die Überschrift „Fünf Tipps, wie ihr Hund nach 3 Tagen nie mehr haart“ erhalten . Das würde dich als Hundebesitzer, mit einem stark haarenden Labrador, natürlich sofort ansprechen.

Aus diesem Grunde finde ich es extrem wichtig, die Hauptprobleme seiner Zielgruppe zu kennen, denn dann hat man mit der Überschrift schon fast gewonnen. Man sollte also sehr viel Zeit investieren, um seine Zielgruppe kennenzulernen.

Laura Geisbuesch: Matze, welche Fehler sollten unbedingt vermieden werden?

Matthias Brandmüller: Ich würde sagen, der größte Fehler ist, alles selber machen zu wollen. Das funktioniert einfach nicht. Natürlich sollte man vorher einmal WordPress oder ein bestimmtes Programm installiert haben, aber irgendwann sollte man seine eigenen Fachbereiche definieren und alles andere outsourchen, das heißt ich gebe gewisse Dinge an andere ab. Heutzutage funktioniert das über Portale wie www.freelancer.com, oder www.fiverr.com, wo man zum Beispiel für 10 Euro ein Logo erstellt bekommt. Natürlich könnte ich das selber machen, aber wenn ich jetzt zum Beispiel Ralf Schmitz zitieren darf, der immer von sich behauptet ein Design-Legasteniker zu sein, investiere ich doch lieber die 10 Euro und nutze meine Zeit, um Geld zu verdienen. Dieses Design oder ein Logo bringt einem nun mal kein Geld ein. Sicherlich ist es wichtig und sollte gut aussehen, aber viel wichtiger ist es zum Beispiel professionelles Email-Marketing zu betreiben und sich einen Expertenstatus und Traffic aufzubauen, oder die Conversion-Rate zu optimieren. Diese Dinge sind wesentlich wichtiger, als an einem Logo rumzudoktern. Genau das waren nämlich meine größten Fehler, die ich am Anfang gemacht habe. Ich habe versucht alles selber zu machen. Klar, man ist am Anfang alleine, allerdings kann man in einer Firma nicht alles selber machen, das geht irgendwann einfach nicht mehr. Dann sitzt man womöglich mehrere Stunden am PC und verliert die Freude daran, denn man hat ein schönes Logo aber keine Besucher. Man sollte sich also auf das fokussieren, was man am besten kann. Übrigens ist es eigentlich fast egal, was für ein Produkt man entwickelt, der Ablauf ist immer derselbe, egal ob man ein Webinar macht, oder ob man eine Software entwickeln möchte.

Darum gebe ich dir den Tipp: Halte dich an die vier Schritte und mache nicht die Fehler, die sehr viele am Anfang machen.

Laura Geisbuesch: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich hoffe ich werde dich, wenn ich etwas weiter bin, erneut interviewen können.

Hinterlass deinen Senf!

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