Interview mit der aus Forbes bekannten Stephanie Holland von She-conomy®

Laura Geisbüsch proudly presents: Stephanie Holland 🙂 Ich bin meeeega happy, dass ich diese erfolgreiche Frau zu einem Interview bewegen konnte. Diese Frau wurde bereits 3 Mal von Forbes ausgezeichnet, unter anderem als „Top Business Woman to follow on Twitter“ und ihr Blog wurde als „Best Marketing & Social Media Blog by Women“ gekürt. Da sie kein Deutsch spricht habe ich das Interview für euch auf Deutsch in blau hinterlegt. Viiiel Spaß!!!

Laura Geisbüsch: Thank you very much! I am very happy to interview you! First of all would you be so kind to introduce yourself to my blog followers?

Laura Geisbüsch: Vielen Dank, ich freue mich sehr dich interviewen zu dürfen! Stell dich bitte zunächst einmal meinen Lesern vor!

Stephanie Holland 1

Stehphanie Holland: It would be my pleasure. My name is Stephanie Holland and I have been the owner and Creative Director of a small to medium-sized advertising agency, Holland and Holland Advertising, for the past 30 years.

Stehphanie Holland: Die Freude ist ganz meinerseits. Mein Name ist Stephanie Holland und ich bin seit 30 Jahren die Eigentümerin und Creative Director einer mittelständischen Werbeagentur “Holland and Holland Advertesing”.

Laura Geisbüsch: How did you come up with the idea of doing online marketing?

Laura Geisbüsch: Wie bist du zum Online Marketing gekommen?

Stehphanie Holland: In 2006, we began to realized the enormous impact that online marketing and specifically social media was going to have on the advertising industry. Also aware of the impending recession, we decided to use this new media in an attempt to both attract new business for Holland and Holland as well as use it to learn social media first-hand.

Stehphanie Holland: Im Jahr 2006 haben wir erkannt, welch enormen Einfluss das Online Marketing und insbesondere die sozialen Netzwerke auf die Werbebranche haben werden. Auch in Hinblick auf die damals bevorstehende Rezession, haben wir uns entschieden dieses neue Medium zu nutzen, um ein neues Geschäftsfeld für Holland and Holland zu erschließen und die sozialen Medien von der Pike auf zu erlernen.

Laura Geisbüsch: What is your blog about and what is the aim of it?

Laura Geisbüsch: Worüber geht es auf deinem Blog und was ist Ziel des Blogs?

Stehphanie Holland: Knowing that we wanted to create and develop a blog that separated us from most traditional ad agencies we had to first define our strengths as we would for any other client. After several brainstorming sessions and a close and in depth look at our work, we began to realize that we had been successfully marketing to the female consumer for more than 30 years, long before it was the „popular“ thing to do. And being one of only 3% of the female creative directors in the US, it became apparant that that was our niché.

Stehphanie Holland: Mit der Absicht einen Blog zu entwickeln, der uns von den meisten traditionellen Werbeagenturen unterscheidet, mussten wir zunächst einmal unsere Stärken herausfiltern, wie wir es auch für einen unseren Kunden getan hätten. Nach mehreren Brainstormings und näherem Betrachten unserer Arbeit, haben wir herausgefunden, dass wir seit mehr als 30 Jahren Produkte erfolgreich an “die Frau gebracht haben”, noch lange bevor es zum Trend wurde die Werbung speziell auf Frauen auszurichten. Ein weiterer Grund uns auf diese Nische zu spezialisieren war, dass ich eine von nur 3% weiblichen Creative Directors in den USA war.

We also recognized that of the nearly 400 clients we had served over that same time frame, 96% of the decision makers had been men.

Wir haben ebenfalls festgestellt, dass von den damals knapp 400 Kunden, die wir betreut hatten, die Entscheidungsträger in 96% der Fälle männlich waren.

It quickly became apparent that we had been helping male marketing directors, CEOs and business owners, etc. successfully connect with the female market.

Bei unserem Brainstorming stellte sich schnell heraus, dass wir also männlichen Marketingleitern, Geschäftsführern und Geschäftsinhabern erfolgreich dabei geholfen haben eine Verbindung zu den weiblichen Kunden herzustellen.

So, we named the blog She-conomy® and a focus on being: A Guy’s Guide to Marketing to Women.

Aus diesem Grunde haben wir den Blog “She-conomy®” genannt und uns darauf spezialisiert Männern eine Anleitung zu geben, wie man Produkte erfolgreich an das weibliche Geschlecht vermarket.

Laura Geisbüsch: Would you be so kind to tell us something about your last project?

Laura Geisbüsch: Was war dein letztes Projekt?

Stephanie Holland 3

Stehphanie Holland: Recently we participated in developing a training module to aide Porsche Cars of America Dealerships in better understanding both the value of the female target market as well as how to best approach and sell to women.

Stehphanie Holland: Wir haben uns kürzlich an der Entwicklung eines Online-Trainingsmoduls für Porsche Autohäuser in Amerika beteiligt, in dem wir die Wichtigkeit der weiblichen Zielgruppe erläutern und wie man am besten auf Frauen zugeht, um ihnen etwas verkaufen zu können.

You can view a small clip of the online training session here:

Hier kannst du dir ein kleines Video zu diesem Online-Kurs anschauen:

Laura Geisbüsch: There are only a few female online marketers in Germany compared to the US. What do you think is the reason that so many women do not dare to venture the step in to the online business?

Laura Geisbüsch: Im Vergleich zu den USA gibt es in Deutschland nur sehr wenige weibliche Online Marketer. Was denkst du ist der Grund dafür, warum so wenige Frauen den Schritt in das Online Business wagen?

Stephanie Holland: Women still have a great deal of stigmas to overcome when entering the business world. For instance, there is still the expectation that children are her responsibility and it is she who must find the perfect work-life balance. And equal pay is still far from equal. Specific to the digital world, men still far outnumber women and in most cases still considered inferior. These facts alone lead to a lack of confidence for women as well as a lack of funding.

Stephanie Holland: Frauen müssen sich noch immer mit vielen Klischees auseinandersetzen, wenn sie sich dazu entschließen Karriere zu machen. Ein Beispiel ist, dass die Kindererziehung in der heutigen Gesellschaft noch immer nur im Tätigkeitsbereich der Frau angesiedelt wird. Die Frau muss also im Falle dass sie sich für eine berufliche Karriere entscheidet, zusehen wie sie ihre perfekte Work-Life Balance findet. Dazu kommt auch, dass Frauen noch immer weniger verdienen als Männer. Speziell in der digitalen Welt sind die Männer immer noch in der Überzahl und in den meisten Fällen werden Männer den Frauen vorgezogen. Diese Tatsachen führen dazu, dass Frauen weniger Selbstvertrauen und weniger finanzielle Mittel zur Verfügung haben.

Laura Geisbüsch: Which advice would you hand out especially to the women who would like to start their own online business?

Laura Geisbüsch: Welchen Tipp gibst du insbesondere Frauen, die ihr eigenes Online Business aufbauen möchten?

Stephanie Holland: To find her niché and something she is passionate about.

Stephanie Holland: Man sollte sich für eine Nische beschäftigen für die man eine Leidenschaft hat.

Laura Geisbüsch: What was your biggest mistake you have made during your career?

Laura Geisbüsch: Was war der größte Fehler den du während deiner Karriere gemacht hast?

Stephanie Holland: Losing sight of the fact that I am a woman. I felt that for me to succeed in a male-dominated business world required that I „think“ like a man. While I still believe that that open-mindedness and connectivity was necessary to sell my concepts and ideas to men, I lost a bit f who I was along the way.

Stephanie Holland: Mein größter Fehler war, dass ich dachte in der männerdominierten Geschäftswelt nur überleben zu können, wenn ich wie ein Mann dachte. Obwohl ich immer noch denke, dass meine Offenheit und Kontaktfreude notwendig waren um Männern meine Konzepte vorzustellen, hatte ich mich in dieser Zeit ein wenig verloren.

Laura Geisbüsch: What is your favourite online marketing tool?

Laura Geisbüsch: Was ist dein Lieblingstool?

Stephanie Holland: Blogging and Twitter

Stephanie Holland: Bloggen und Twitter.

Laura Geisbüsch: What can we expect from you in 2014?

Laura Geisbüsch: Was können wir 2014 von dir erwarten?

Stephanie Holland: More interaction. More speaking. More of a focus on She-conomy®

Stephanie Holland: Mehr Interaktion. Mehr Auftritte. Mehr den Focus auf She-conomy® richten.

Laura Geisbüsch: What do you do in your free time?

Laura Geisbüsch: Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Stephanie Holland: Enjoy time with my family including my first grandchild who is now 7 months old as well as lots of reading, research and traveling!

Stephanie Holland: Ich genieße meine Freizeit mit meiner Familie und meinem ersten 7-monatigem Enkelkind. Des Weiteren lese und recherchiere ich sehr viel und verreise gerne.

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10 comments

  • Wieder ein sehr guter Beitrag, Laura. Super! 🙂

  • Wo und wie hast du die den auf gegabelt?

    Fg
    Thomas von DerInterviewer.com

    • Hallo Laura und Thomas,
      tolles Interview! Enterpreneure sind starke Persönlichkeiten. Deshalb finde ich es lehrreich über Menschen wie Frau Holland zu lesen. Was mich, genau wie Thomas, beeindruckt, ist dass du es geschafft hast eine solche Autorität zu dir ins Boot zu holen. Ich meine die FORBES (kreisch!!) das ist eine Hausnummer.

      In der deutschen Szene hast du „Laura G“ durch wertvolle Bloginhalte zu einer Marke gemacht, da ist klar, dass sich viele die Finger nach einer Kooperation
      mit dir lecken. Aber auf dem US Markt sind deutschsprachige Inhalte eher unbekannt. Auch wenn Frau Holland sich gedacht haben mag „Ahh Laura, very nice person“, glaube ich, dass es gerade für Anfänger schwierig ist solche Kooperationen zu schließen. Mich jedenfalls beschäftigt diese Problematik sehr.

      Ich halte drei Dinge für Wichtig. Zum einen sollte man sich als Enterpreneur bei allem was man tut im klaren darüber sein, dass man von niemanden drum gebeten wurde und daher kein Recht hat irgendwas von irgendwem zu erwarten. Zum anderen darf man nicht versuchen einzelne Personen außerhalb ihrer Community abzufangen. Ersteres war mir immer klar, zweites gehört zu den Fehlern, die ich gemacht habe.

      Aber am allerwichtigsten ist die Erkenntnis, dass Schwimmen mit einem Betonklotz nicht funktioniert. Jeder ist ein wenig egoistisch, und wenn man dem gewünschten Kooperationspartner keinen Nutzen in Aussicht stellt, oder vielleicht sogar als Belastung erscheint, wird man schnell aussortiert. Auch ich wäre dir mega ultra super dolle dankbar, wenn du aus dem Nähkästchen plaudern würdest wie diese Kooperation entstanden ist. Lass uns von deinem Mindset lernen!

      Oh jee sorry, das ist viel länger geworden als beabsichtigt. Dieser Moment wenn ein geschlossenes Comic anfängt zu quatschen!
      Viele Grüße
      Kim

      P.S. Danke für deine Geradlinigkeit! Puderzucker ist ungesund!

      • Laura Geisbuesch

        Hallo Kim,

        vielen lieben Dank! Deine Kommentare bringen mich immer zum schmunzeln 🙂

        Es gibt eigentlich kein großes Geheimnis oder einen Trick, wie ich sie zu einem Interview bewegen konnte. Ich habe ihr einfach von mir und meinem Projekt erzählt und bin ich selbst geblieben und anscheinend fand Stephanie genau DAS gut. Man sieht also wieder, dass es die Kunst des TUNs ist und man einfach „machen“ sollte. Etwas schlimmeres als eine Absage hätte nicht kommen können und selbst das wäre kein Beinbruch gewesen. Ich hoffe dieser Beitrag ermutigt auch andere, einfach mal ein paar Dinge zu probieren, auch wenn sie noch so unmöglich scheinen.

        LG

    • Laura Geisbuesch

      Hi Thomas,

      Persönlich durfte ich sie leider nicht kennenlernen. Ich habe schon viel von ihr gelesen und fand ihre Vorangehensweise sehr cool und habe mich einfach dazu entschlossen „es zu probieren“ und sie um ein Interview zu bitten. Ich habe ihr sehr viel von mir und meinem Projekt erzählt und das hat ihr anscheinend gefallen. Die Sache ist also die: Man muss es wieder ganz einfach TUN und keine Scheu haben einfach nachzufragen! Und selbst wenn man etliche Absagen vorher bekommt, sollte man immer weiter machen 🙂

  • Klasse, sehr lesenswert….

  • Schönes Gespräch zwischen zwei seltenen (…ich wollte Exemplaren schreiben, tu’s aber nicht) Frauen im Internetmarketing.
    FrauenPower goes Digital!

    LG Martin

  • Liebe Laura,
    FrauenPower goes forward, kann ich da nur sagen – damit wird die ganze Internetmarketing Szene mal ein wenig aufgemischt.
    Weiterhin viel Erfolg.
    Viele Grüße
    Ulrike Giller