Gastbeitrag von Thomas Klußmann: 5 Dinge, die du auf deiner Webseite NICHT tun solltest

Was macht eine gute Webseite aus?
 
Die Frage lässt sich kurz mit „Ein gutes Nutzererlebnis, gute UX“, beantworten. Ich selbst habe schon an anderer Stelle die 7 Elemente einer „perfekten“ Webseite genannt, aber oft ist schon viel gewonnen, wenn gewisse Fehler vermieden werden. In diesem Gastbeitrag erfährst du daher, welche 5 Dinge du auf deiner Webseite möglichst vermeiden solltest.
 

1. Auf Mobile Optimization verzichten

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Wie viele Menschen kennst du, die kein Smartphone besitzen? Mobiles Internet ist inzwischen Norm und immer mehr Menschen sind auch unterwegs online. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Webseite vom Smartphone aus aufgerufen wird, ist dementsprechend hoch.
 
Umso ärgerlicher, wenn deine Seite noch nicht am Puls der Zeit und für Mobile Endgeräte optimiert ist. Sie wird dann nicht nur schlechter von Google gerankt, sondern verärgert Besucher auch, die heranzoomen und in entgegen aller Gewohnheit zur Seite scrollen müssen, wenn sie hier navigieren wollen. Nicht ohne Grund ist die Funktion, mit der sich Seiten aus der Sicht unterschiedlicher Endgeräte anzeigen lassen (unter der Tastenkombination Rechtsklick oder Strg+Umschalt+I- „Untersuchen“), fester Bestandteil des Google-Browsers Chrome.
 
Auch bei vorgefertigten Themes solltest du darauf achten, dass diese mobile optimized sind. Ebenfalls empfiehlt es sich, wenn du die Seitenerstellung auslagerst, darauf zu achten, dass die Webdesigner deiner Wahl auch Erfahrung mit mobil-nutzerfreundlichen Seiten haben. Eigentlich ist das heute eine Selbstverständlichkeit, aber man kann nie wissen, ob jemand das Mobile-first-Memo nicht bekommen hat.
 

2. Zu viele Pop-ups, zu viel Werbung einbinden

Werbung auf der eigenen Webseite zu platzieren ist eine beliebte Quelle für passives Einkommen. Du solltest aber nicht übertreiben. Die Anzeigen müssen zu deiner Zielgruppe passen.
 
Werbung, insbesondere in Form von Pop-ups und Slide-ins, versperrt Besuchern den Zugang zum eigentlichen Inhalt der Seite. Daher reagieren sie genervt, wenn sie zu viel davon zu oft wegklicken müssen. Die User Experience leidet unter einem Zuviel an Werbung, zumal diese auch vom eigentlichen Sinn, Zweck oder Thema der Seite ablenken kann. Besonders auf Landingpages ist von zu viel Werbung deshalb abzuraten.
 
Spätestens ab Januar 2017 solltest du auch um deines Google-Rankings willen sparsam mit Pop-ups umgehen. Der Konzern kündigte in seinem Blog an, auch die UX mobiler Nutzer stärker zu berücksichtigen, indem es aufdringliche Einblendungen abstraft.
 

3. Auf Flash setzen

Animierte Werbung ist eine Sache, Webseiten, auf denen zu viele Elemente animiert sind, und die Besucher dadurch verwirren, eine andere. Glücklicherweise sind Webauftritte mit viel zu vielen animierten Elementen seit den frühen 2000ern aus der Mode gekommen. (Was natürlich nicht bedeutet, dass sie inzwischen ausgestorben wären.)
 
Je nach Design können animierte Elemente durchaus sinnvoll sein. Sie sind zuweilen aber auch mit Adobe Flash programmiert. Auch die Option Webseiten komplett mit Flash zu erstellen existiert. Dies ist problematisch, weil Flash auf das entsprechende Plugin angewiesen ist, Endgeräte mehr Strom verbrauchen lässt und in der Vergangenheit immer wieder Sicherheitsprobleme hatte.
 
Das iPhone verweigerte sich Flash sehr lang, was Steve Jobs selbst in einer schriftlichen Stellungnahme unter anderem damit begründete, dass er Flash für ein Relikt aus Desktop-first-Zeiten halte. Das ist heute nicht mehr der Fall, aber wenn du Flash benutzt, solltest du dir bewusst sein, dass Inhalte nicht für jeden und für niemanden unmittelbar aufrufbar sind. Die Alternative zu Flash stellt hier HTML5 dar.
 

4. Alles über seine Interessenten wissen wollen

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Wenn du auf Newsletter-Marketing setzt, ist deine Kontaktliste deine persönliche, kleine Goldmine. Deine Seite wird in Folge so eingerichtet, dass Besucher zu Interessenten werden, die sich für deinen Newsletter eintragen.
 
Soweit so gut, aber wenn es um das Formular zur Eintragung in den Newsletter geht, ist die Versuchung groß, mehr als nur die wichtigsten Daten abzufragen. Immerhin wird noch zielgruppengenaueres Werben damit möglich.
 
Das ist jedoch keine so gute Idee wie es scheint, denn die Bereitschaft sich in Newsletterverteiler einzutragen sinkt, wenn Nutzer viel von sich preisgeben müssen. Ein zu umfangreiches Formular bedeutet schließlich mehr Aufwand und steht wie ein Hindernis zwischen dem Nutzer und dem, was er haben will. Die für jeden, der Nutzerdaten erhebt, verpflichtende Versicherung, den Datenschutz zu gewährleisten, gleicht die Abbruchquote bei einer Abfrage von zu vielen Details nicht aus.
 

5. Nichts tun

Nur wenig ist schlimmer als eine Seite, auf der nichts passiert. Je länger das letzte Update zurückliegt, desto schlechter. Als Besucher kommt man hier zu keinem anderen Schluss, als dass die Seite nicht mehr gewartet wird und die Inhalte darauf veraltet sein müssen.
 
Content ist nur King, wenn regelmäßig frische Inhalte dazukommen. Daher solltest du in gewissen Abständen neue Beiträge hochladen, aber auch im Blick behalten, ob Grafiken noch laden oder alte Artikel sich nicht „recyceln“ lassen, indem du sie erneut bewirbst und auf die Aktualität des Themas verweist. Um im Gespräch zu bleiben und die Bindung zur Zielgruppe zu pflegen, raten wir bei Gründer.de daher zum eigenen Unternehmensblog. Wenn du selbst nicht gut schreiben kannst oder einfach keine Zeit dafür hast, kannst du über Portale wie Textbroker auch Beiträge schreiben lassen.
 
Auch Google schätzt Seiten, auf denen sich regelmäßig etwas tut. Allerdings solltest du dich nicht dazu verleiten lassen, deine Seite nur um des frischen Contents willen mit irgendwelchen Inhalten zu fluten. Lieber ein- oder zweimal die Woche und regelmäßig einen Blogpost veröffentlichen als Besucher täglich mit minderwertigen Inhalten abzuspeisen.
 

Zusammengefasst:
Es gibt Dinge, die Besuchern den Zugang zu deiner Seite und deinen Inhalten erschweren. Bereits das Webdesign kann für Probleme sorgen. Aber auch das, was du auf deiner Webseite tust (oder nicht tust), kann Nutzer dazu bringen, abzuspringen. Daher haben wir dir in diesem Beitrag 5 der größten Fehler aufgezeigt und dir Möglichkeiten genannt, diese Fehler zu vermeiden.
 
Die 5 Dinge, die du auf deiner Webseite NICHT tun solltest sind:
 
● Auf Mobile Optimization zu verzichten

● Zu viele Pop-ups, zu viel Werbung einbinden

● Auf Flash setzen

● Alles über Interessenten wissen wollen

● Nichts tun
 

Umgekehrt bedeutet das, dass eine Webseite, die eine gute User Experience bietet, für mobile Endgeräte optimiert sein sollte. Sie sollte natürlich auch laden und das nicht nur schnell, sondern auch vollständig, weswegen HTML5 Flash vorzuziehen ist.
 
Ebenso sollten Besucher nur so viel wie nötig klicken müssen, um mit der Seite zu interagieren. Die Eintragung in den Newsletter sollte in diesem Sinne auch möglichst unbürokratisch ablaufen und die Webseite sollte regelmäßig frischen Content mit Mehrwert bieten. Das werden dir nicht nur die Besucher danken, sondern auch das Google-Ranking.
 
 

Über den Autor

thomas-klussmann-foto2Thomas Klußmann ist Geschäftsführer der 2011 von ihm gegründeten Gründer.de GmbH. Das Kölner Unternehmen ist auf die Gründerberatung im Online-Marketing spezialisiert. Bereits seit 2002 setzt Thomas Klußmann seinen Schwerpunkt auf Online-Marketing und hat vor der Gründung seiner eigenen Firma bereits fundierte Fachkenntnisse bei sieben verschiedenen Unternehmen gewinnen können. Der Online-Marketing-Experte veranstaltet auch Gründer-Coachings, Webinare und Events, an denen bereits über 40.000 Menschen teilnahmen. Unter anderem ist er auch Initiator der Contra, der Conversion und Traffic Konferenz, die seit 2013 jährlich stattfindet.
 
 

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