Gastbeitrag von Rigo Dade: Lead-Profit erstellen – Schritt für Schritt

Liebe Leser von Laurageisbuesch.com,

in meinem heutigen Gastbeitrag möchte ich euch erklären, wie man einen Lead-Profit, auch Freebie oder Lead-Magnet genannt, Schritt für Schritt erstellt und umsetzt.

Was ist ein Lead-Profit und warum benötige ich einen?

Zuerst will euch erklären, was ein Lead-Profit ist und welchen Vorteil er bietet.

Ein Lead-Profit ist nichts Anderes als ein kleines Geschenk, dass man seinen Seitenbesuchern im Austausch für ihre E-Mail Adresse anbietet. Dabei kann es sich beispielsweise um einen kleinen Report zu einem bestimmten Thema, eine Checkliste oder einen Mini-Videokurs handeln. Mit diesem kleinen, einfachen Geschenk, ist man in der Lage, schnell neue Newsletter-Abonnenten (Leads), zu generieren. Dadurch baust du die Größe deiner Liste aus und hast später die Möglichkeit, deine Produkte über diese Liste zu bewerben. Mit anderen Worten: Deine Interessenten werden dann durch das E-Mail Marketing in Kunden “verwandelt”.

Es ist somit die Voraussetzung für E-Mail Marketing, ohne einen Anreiz wird sich heutzutage niemand mehr bei euch eintragen. Glaubt mir, am Anfang habe ich es ohne einen Lead-Profit versucht, das Ergebnis waren 12 Leads in 30 Tagen :).

Die Conversion Rate wird ohne diesen Anreiz einfach sehr viel schlechter ausfallen und damit ist ein profitabler und effektiver Listenaufbau kaum möglich.

Aber keine Sorge: Das Erstellen eines Lead-Profits kann sehr einfach und schnell sein.

Zu Beginn will ich euch sagen, was ihr alles benötigt, um einen Lead-Profit zu erstellen. Natürlich gehe ich im weiteren Artikel noch genau darauf ein und gebe euch entsprechende Empfehlungen.

Ihr braucht:

  • Einen Lead-Profit und vielleicht dazu ein passendes Cover/Layout

  • Neue Seiten innerhalb eurer Webseite, beispielsweise in WordPress

  • Einen E-Mail Marketing Anbieter

  • Ein Plugin für die Erstellung der Anmeldefelder (Opt-In)

  • Eine Landingpage

Erstellung eines Lead-Profits

Als Erstes solltest du ein Medium wählen, das dir persönlich liegt. Wenn du Probleme mit dem Schreiben hast, nehme ein Video oder eine Audio auf. Danach entscheide dich für die Art deines Lead-Profits.

Unterschiedliche Artenbeispiele:

  • Tutorials

  • Checklisten

  • Fragen deines Marktes beantworten

  • Report

  • Testzugang

  • Ein Bündel aus Blogartikeln

Es gibt viele unterschiedliche Arten und keine goldene Regel, ich persönlich benutze sehr erfolgreiche Checklisten. Am Besten ist es, wenn du mehrere Lead-Profits erstellst und die Conversion Rate gegeneinander testest.

Sobald du dich entschieden hast, solltest du dir überlegen, welche Probleme deine Zielgruppe hat, die du lösen kannst. Dein Lead-Profit sollte wirklich Mehrwert bieten, mindestens ein “Aha-Moment” erschaffen, sofort umsetzbar sein und ein starkes Problem deiner Zielgruppe ansprechen und lösen. Solltest du keine Ideen haben, nutze hier Google Suggest oder ubersuggest.org, um die Probleme zu identifizieren.

Beispiel:

Würden diese “Sucher” sich über 30 Wege freuen, ihren Blog bekannter zu machen und mehr Besucher zu erhalten? Natürlich :).

Und würden diese Interessenten sich später für einen eigenen Traffic-Kurs interessieren, wenn diese kostenlosen Wege schon sehr hilfreich waren? Mit Sicherheit!

Länge/Spezifität

Bring es kurz und einfach auf den Punkt – ein Report von 4-5 Seiten oder ein Video mit ein paar Minuten reicht hier vollkommen aus und ist oft sogar besser.

Eine weitere Sache, die du beachten musst, ist: Spezifität, du musst immer spezifisch sein.

Beispiel:

Satz 1: “Wie du Blog Besucher erhältst”

Satz 2: “Wie du mit diesen 30 geheimen Traffic-Wegen, mindestens 1000 Besucher am Tag für deinen Blog erhältst”

Wenn du dich eintragen wollen würdest und dich zwischen einen der beiden Lead-Profits entscheiden müsstest, welchen hättest du gewählt? Wahrscheinlich den zweiten, weil dieser dieses wichtige Prinzip aufgreift.

Layouts & Grafiken

Wenn du einen Report oder eine Checkliste anbietest würde ich dir raten, das Layout bearbeiten zu lassen, das kannst du für wenig Geld auf fiverr.com outsourcen lassen (Ich habe jemanden verlinkt, den ich absolut empfehlen kann). Auch ein Cover kann nicht schaden, ist aber nicht absolute Pflicht. Fiverr ist eine englische Website. Sollte man keine Englischkenntnisse haben, reicht der Googleübersetzer oft auch aus. Auch wenn ihr es nur für ein “Geschenk” braucht, es lohnt sich!

Macht nicht den Fehler und versucht so etwas selber herzustellen, diese Leute erstellen wirklich hochwertige und professionelle Layouts und Grafiken für wirklich kleines Geld, eure Zeit muss euch da einfach mehr Wert sein.

Mindmeister

Mit Mindmeister.com könnt ihr eine sogenannte Mindmap online erstellen, diese kann euch enorm bei der Strukturierung und Erstellung eures Lead-Profits helfen. Ich stelle euch eine persönliche Mindmap von mir hier zur Verfügung.

Diese Mindmap habe ich für die Strukturierung dieses Gast-Artikels erstellt 🙂 Jetzt Mindmap ansehen (Klick)

Der Lead-Profit auf deiner Webseite

Im ersten Schritt müsst ihr euren Lead-Profit und das Cover hochladen, damit es online zugänglich ist und von euren Seitenbesuchern runtergeladen werden kann. Wenn ihr ein nicht allzu großen Lead-Profit habt, ist es am einfachsten, ihn über die Mediathek von WordPress hochzuladen. Das bietet den Vorteil, dass ihr Dank eines SEO-Plugins wie SEO by Yoast alles so einstellen könnt, dass das PDF nicht bei einer Suchanfrage über Google gefunden wird. Dazu müsst ihr lediglich NonIndex auswählen. Ihr findet es im Bearbeitungsmenü des Mediums, unter SEP by Yoast und dem Unterpunkt ‚Erweitert‘. Wenn ihr diese Einstellungen vorgenommen habt, müsst ihr nur noch alles abspeichern und den Link zur Datei kopieren. Solltet ihr ein Video als Lead-Profit hochladen wollen, dann solltet ihr es bei einer Plattform für Video-Hosting hochladen und später entsprechend auf der Webseite einbinden.

Wie ihr den Lead-Profit dann zum Download anbietet, erkläre ich später.

Zum Hochladen des Buchcovers empfiehlt sich ebenfalls die Mediathek. Ihr solltet aber darauf achten, dass das Cover ansprechend ist und eure Seitenbesucher zum Lesen animiert.

Nachdem ihr nun euren Lead-Profit und das Cover hochgeladen habt, könnt ihr die Seiten für einen Download einrichten. Dazu benötigt ihr die zuvor erwähnten neuen Seiten.

Zuerst solltet ihr eine Seite mit dem Namen Ein winziger Schritt fehlt noch! einrichten. Auf dieser Seite erklärt ihr in kurzen Sätzen, was im Nachfolgenden passiert und getan werden muss, um den Lead-Profit zu erhalten. Beispielsweise „Sie erhalten einen Bestätigungs-Link per E-Mail…“ oder Ähnliches. Wenn das getan ist, müsst ihr die Seite nur noch veröffentlichen und mit eurem E-Mail Marketing Anbieter verbinden, auf dieser Seite landet man dann nach der Eintragung automatisch. Im Normalfall hat euer E-Mail Marketing Anbieter eine standardisierte Bestätigungsseite, diese würde ich aber durch eine eigene persönliche Seite tauschen, um die Bestätigungsrate zu erhöhen.

Jetzt kommt die Seite für den Download/Dankeschönseite. Dort landet der User, nachdem der Bestätigungs-Link angeklickt wurde und kann euren Lead-Profit ansehen und/oder herunterladen. Hier bedankt ihr euch noch mal und sagt dem User, dass er nun den Lead-Profit ansehen oder herunterladen kann.

Hier ein kleines Beispiel:

Natürlich müsst ihr euer Lead-Profit dort auch einbinden. Ist euer Lead-Profit ein PDF, schreibt ihr einfach den gewünschten Namen in den Editor. Markiert ihn, klickt auf das Symbol ‚verlinken‘ und fügt den zu Beginn kopierten Link des hochgeladenen Mediums ein.

Wollt ihr ein Video anbieten, dann braucht ihr die HTML Codes des Videos, den euch das Programm des Video-Hostings ausspuckt. Die müsst ihr dann einfach im HTML Bereich des Editors untereinander einbinden. Jetzt stellt ihr die Seite noch über das SEO Plugin auf NoIndex ein und sie wird ebenfalls nicht über eine Suchanfrage bei Google oder anderen Suchmaschinen gefunden. Seite veröffentlichen und schon seid ihr fertig.

Autoresponder

Ihr benötigt einen Autoresponder und müsst diesen vorher einrichten. Den benötigt ihr, damit ihr die Einträge von interessierten Usern verwalten könnt. Eine Empfehlung von mir ist der E-Mail Marketing Anbieter ‚Klick-Tipp‘.

Nur damit ist die automatische Auslieferung eures Lead-Profits möglich. Auch in der ersten “Willkommensmail” solltet ihr euren Lead-Profit noch einmal verlinken und zum download anbieten.

Landingpage

Eine Landingpage oder auch “Einsammelseite” steht meistens für sich alleine im Internet. Diese Seite ist oft sehr schlicht und dient wirklich nur den Zweck, Leads zu generieren. Auf eurer Landingpage bewerbt ihr dann euren Lead-Profit. Hier findest du ein Beispiel von einer meiner Landingpages.

Anmeldefeld

Als letztes braucht ihr ein Plugin mit dem ihr Opt-In Felder erstellen könnt, mit denen ihr den Prozess ausliefern und darstellen könnt. Ein gutes Plugin ist ‚Thrive Themes/Leads‘, der Nachfolger von ‚Hybrid Connect‘. Damit könnt ihr Optin-Formulare ganz frei gestalten. Zudem lassen sie sich überall auf eurer Webseite anzeigen.

Hier ein Beispiel, sollte euch bekannt vorkommen ;).

 

Dieses Anmeldefeld wird dann mit dem E-Mail Marketing Anbieter verbunden, dadurch ist der gesamte Prozess automatisiert. Hier findet ihr ein kleines Tutorial von Laura – wie die Erstellung abläuft, etwas älter, trotzdem noch verständlich.

Jetzt solltet ihr alles kurz einmal testen. Tragt euch dazu einfach in das Anmeldefeld eurer Seite ein. Danach solltet ihr auf die Bestätigungsseite weitergeleitet werden und einen Bestätigungs-Link per Email erhalten. Klickt ihn an. Wenn ihr dann auf eurer Download Seite ankommt und euer Lead-Profit downloaden oder anschauen könnt, dann habt ihr alles richtig gemacht und könnt euch über viele neue Interessierte Newsletter-Abonnenten freuen.

Sonstiges

Der Lead-Profit sollte mit einem nachfolgenden Produkt in Verbindung stehen, um einen effektiven Funnel aufzubauen – gleichzeitig könnt ihr dieses Produkt am Ende eures Lead-Profits bewerben.

Dort könnt ihr auch Unterschiedliche Links einbinden, z.B eure Social Media Kanäle.

Über den Autor 

Rigo Dade ist Internet-Unternehmer und Internet Marketing Experte. Zu seinen Schwerpunkten gehört die Kundengewinnung und Umsatzsteigerung im Online-Bereich. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schaue für mehr hilfreiche Informationen auf seinem Blog  www.rigodade.com vorbei.

Leadmagnet

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10 comments

  • Hallo Rigo, wirklich sehr sehr gute Tipps dabei. Du arbeitest vom Prinzip her genau so wie ich. Wirklich klasse Blog Beitrag.
    L. G. Sven
    Lerne profitables Facebook PPC…

  • Man kann solche Leadprofit wie bereit beschrieben ohne Aufwand erstellen. outsourcing mittels Fiverr ist hier für mich immer ein gutes Thema.

    Arbeite weniger & Outsource mehr!
    Thomas

  • ..auch wir haben gelernt , daß MEHRWERT besonders wichtig ist – wir grübeln oft, ob der Mehrwert auf das „Geschäft“ bezogen sein muss oder ob der Mehrwert losgelöst davon auch Sinn macht?

    HERZlichst Elly & Christian

    • Ein guter Weg ist es, verschiedenste Funnel aufzubauen. Diese sollten dann von dem Lead-Magneten bis zum Backend Produkt eine gewisse Relevanz besitzen.

      Wenn man erst eine Liste bzw Tag hat, kann man diese ganz einfach fragen. womit man ihnen helfen kann, bzw. was sie am meisten interessiert.

      Ansonsten würde ich sagen, ist es auch möglich anderen Mehrwert zu versenden, solange dieser nicht in eine komplett andere Richtung geht.

      Ich würde es aber immer testen und von Anfang an verschiedene „Stränge“ aufbauen.

      Gruß
      Rigo

  • Hallo Laura und Rigo,
    das ist ein starker Gastartikel!

    Schön, dass mal jemand den gesamten Prozess von A-Z beschreibt. Deinen Artikel werde ich zum nachschlagen auf jeden Fall mit einem Bookmark versehen.

    Die Sache mit dem NonIndex Flag habe ich gerade für meine Eintragungs-Bedankungsseite korrigiert. Danke für den Hinweis!

    Ich habe noch kein Freebie und kann deine Statistik absolut bestätigen. Ich habe laut analytics bis zum heutigen Tag 862 Nutzer auf meiner Webseite gehabt, davon haben sich genau sechs in meine Liste eingetragen und die meisten davon sind gute Bekannte, die ich persönlich kenne.

    Hoffe mal, dass ich durch ein Freebie die Conversion deutlich erhöhen kann.

    Was mir immer wieder sehr schwer fällt ist die Sache mit den Investitionen. Der Verstand sagt mir, JAAA das ist alles sinnvoll! Ein vernünftiges Cover designen zu lassen, an Branchentreffen teilzunehmen und ein gutes Emailmarketingsystem einzusetzen. Aber dann kommen die Zweifel, dann denke ich das bringt ja eh alles nix. Wer interessiert sich schon für das was ich zu sagen habe.

    Aber nutzt ja nix. Sorry für mein Rumgeheule. Nicht nachdenken, einfach weitermachen und das bedeutet Recherche, Recherche, schreiben, schreiben, veröffentlichen und dann das ganze wieder von vorne.

    Viele Grüße
    Kim

    • Hallo Kim,

      in welcher Nische bist Du tätig oder kannst Du mal den Link zu Deiner Webseite reinstellen?

      Möchte gerne wissen was Du machst und ob ich Dich vielleicht unterstützen kann.

      fg
      Thomas

      • Hallo Thomas,

        vielen Dank für dein Interesse!

        Ich betreibe einen Blog, in dem ich beschreibe wie ich das Programmieren lerne. Mein Blog ist kein Expertenblog! Sondern ich arbeite mich in Themenbereiche ein (daher auch die niedrige Artikel-Frequenz) und versuche diese dann verständlich in einem Artikel anderen zu erklären.

        Auch Laura hat mir schon einige Baustellen aufgezeigt, auf denen ich noch zu schaffen hab. Im Moment liegt der Fokus ganz klar auf Content-Produktion was auch ein Freebie einschließt.

        Upps, bei meinem letzten Kommentar habe ich vergessen meine Webseite einzutragen. So das ist jetzt nachgeholt! 🙂

        Danke und viele Grüße
        Kim