Gastbeitrag von Mario Reinwarth: LeanBusiness – Auf Kundenbefürnisse zugeschnittene Produkte

Hey, mein Name ist Mario Reinwarth und ich blogge über das Thema Online-Marketing auf mr. online marketing. Dort beschäftige ich mich vor allem mit digitalen Produkten, die sich rund um die Uhr verkaufen und einen mobilen Lifestyle ermöglichen 😉

Vielen lieben Dank an Laura für die Einladung, hier die Möglichkeit zu haben, mich und eine Methode vorzustellen, mit der ich tagtäglich arbeite, um schnelle Resultate zu erzielen.

3 Schritte zum Onlinebusiness, welches sich an die Bedürfnisse Deiner Kunden schmiegt

smiling  business woman at desk with laptop showing thumbs up

1. Werde Herrscher über Dein Gedankenchaos

Wenn Du am Start bist, wirst Du diese Situation kennen, dass Dir extrem viele Ideen durch den Kopf springen. Notiere Dir zu Beginn alle Ideen, denn jede Idee kann Deinen Durchbruch bedeuten. Fokussiere Dich auf eine Produktidee und starte mit einer Rückwärtsplanung. Sprich, stelle Dir das Ergebnis vor und plane die Rückwärtsschritte bis zum heutigen Datum, um den ersten Schritt festzustellen. In diesem Schritt darfst Du auch erste Plankennzahlen festhalten, um in den späteren Schritten zu prüfen, ob Du mit Deinem Produkt bereits erfolgreich bist.

Tipp: Achte besonders auf die Plankennzahlen. Früher habe ich mir nie Notizen gemacht, wie das Ergebnis aussehen soll. Wenn Du das in diesem Step nicht machst, kannst Du später auch nicht bewerten, ob Dein Test gut oder schlecht ist… oder konkret, wie gut oder schlecht dieser Test gelaufen ist.

2. Wieso zuerst ein einfaches Produkt erstellen

Bevor Du beginnst mehrere Jahre in die Produktion eines Online-Videokurses mit aufwendigem Equipment zu stecken, sammle doch vorab die Erfahrung, wie der Markt in der realen Welt „tickt“. Hier ein paar konkrete Beispiele, damit Du erkennst, wie wichtig es ist früh in die Praxis zu gehen: 

Nehmen wir an, Du möchtest als Flirtcoach Produkte via Facebook vertreiben, dann solltest Du Dich vorher mit den zusätzlichen Richtlinien vertraut machen, welche Facebook für die Zielgruppe aufgestellt hat, wenn Du nur Werbung an Männer schalten möchtest.

Solche Kniffe gelten nicht für jede Zielgruppe, wenn Du jedoch auf die Säule Facebook Traffic durch Werbung gesetzt hast, kannst Du in diesem Schritt bereits die Einstriche einplanen – noch bevor Du Dir große Mühe mit der Erstellung von Produkten gemacht hast. 

Ein weitere Erfahrung von mir ist ein Projekt im Bereich Speedreading, wo ich auf ein hohes Suchvolumen unter dem Suchbegriff „schnell lesen“ gesetzt habe. Hätte ich nur auf die Zahlen auf dem Papier geschielt, wäre es eine Top-Nische gewesen.

 In der Praxis mache ich allerdings die Erfahrung, dass auch besorgte Eltern Suchbegriffe wie „schnell lesen 5. Klasse“ eingeben, was nicht meiner Zielgruppe für Strategien zum schnellen und effektiven Lesen entspricht.

Das hohe Suchvolumen entspricht dementsprechend nicht dem Suchvolumen, was mir bei Google Adwords angegeben ist, womit ich rechtzeitig in meiner Projektplanung umstrukturieren kann.

3. So sicherst Du Dir den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz

Businessman Successful Run

Wenn Dein absolut minimales Produkt, welches den Kundennutzen abdeckt fertig gestellt ist, geht es in die nächste Phase. Starte einen kleinen Test. Investiere zum Beispiel etwas Geld in eine kleine Werbekampagne um erste Daten und Erfahrungen in Deinem Markt zu sammeln. Entspricht die Eintragungs-oder Kaufrate Deinen Erwartungen? Wäre das Produkt bereits profitabel oder würde noch sehr viel Arbeit dazu gehören, um dieses Business erfolgreich auszubauen? Macht Dir dieser Markt überhaupt Spaß?

Vergleiche die tatsächlichen Werte aus der Praxis mit den Zahlen, welche Du Dir im ersten Schritt bei der Planung notiert hast. Ziehe daraus ein Fazit, ob Du dieses Projekt weiter ausbauen möchtest – oder aufgrund schlechter Zahlen vorzeitig beendest, bevor Du weitere Ressourcen (Achtung, Zeit ist selbstverständlich auch eine Ressource) in das Projekt investierst, statt andere Dinge anzugehen.

In diesem Schritt ist die Kommunikation mit dem Kunden extrem wichtig. Vielleicht ist Dein Produkt deutlich besser, als Du jemals angenommen hast, weil jeder Autor seine eigenen Produkte sehr kritisch betrachtet. Vielleicht gibt es noch Kleinigkeiten an denen Du feilen darfst. Gehe es auf jedenfall an und nehme die Hinweise Deiner Kunden dankend an. Ein Tipp um Dich mit Kunden auf „ungezwungenem“ Wege zu vernetzen, ist sich mit diesen via Facebook zu vernetzen. Im Gegensatz zur klassischen Mail erhältst Du direkt einen Einblick in die Person, Hobbys, Aktivitäten und zweitens herrscht dort ein lockeres Umgangsklima, wie in einer sperrigen Mail.

Eine weitere Möglichkeit um mit meinen Interessenten in Kontakt zu treten sind anonyme Formulare auf der Verkaufsseite. Anonym aus dem Grund, da es die Schwelle nochmal verkleinert für den Besucher – denn wenn er erstmal seine Email-Adresse eingeben muss, um Feedback abzugeben, kostet es ihm wieder etwas mehr Zeit, statt kurz 3-4 Wörter loszuwerden, welche mir bei meiner Entwicklung weiterhelfen können.

Über den Autor Mario Reinwarth

Seine Leidenschaft ist es, mit mr. online marketing herausragenden Menschen mehr Reichweite über das Internet zu verleihen, um gemeinsam einen größeren Kundennutzen zu stiften. Dafür verwendet Mario Reinwarth automatisierbare Online-Marketing  Strategien, für mehr Kunden, Freiheit und Spaß im Leben.

 

Kundenbedürfnis

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11 comments

  • Sehr schöner Beitrag vom Mario, dessen Weg ich schon seit Längerem verfolge. Besonders gefällt mir der Ansatz, den er in mehreren seiner Abschnitte hier in diesem Artikel anklingen lässt, dass Du als Marketer die Sachen erst mal in meinem kleinen Rahmen testest, wie etwa mit einem einfachen Produkt oder einer kleinen Werbekampagne, um eine erste Resonanz zu prüfen.

    Tolle Sache, dass Du Mario hier schreiben lässt, Laura! Alles Gute!

  • Sehr guter Artikel mit wertvollen Tipps für jeden, der in den Online Marketing einsteigen möchte.
    Weiter so Mario!

  • Hi Mario,

    guter und wichtiger Punkt, erst im kleinen Rahmen zu testen, bevor man ein Produkt/Projekt o.ä. ausrollt. Zeit (und Zeitverlust) ist echt ein kritischer Faktor, den m.E. einige Leute höher priorisieren bzw. schätzen sollten, ohne sich jedoch selbst zu paralysieren „ob den alles perfekt und gut genug ist um zu starten“.

    Eine gute Vorbereitung und ausreichende Recherche ist hier A und O. Und mit den genannten Tipps ist genau dies möglich.

    Bis dann,
    Ben

  • Also Mario Reinwarth kannte ich bis jetzt noch nicht. Natürlich muss dein Produkt auf deine Kunden zugeschnitten sein. Was nutzt das beste Produkt wenn es keiner braucht bzw. haben will. Und es ist immer besser erst mal ein kleines Produkt zu testen bevor man viel Zeit in die Entwicklung eines grossen Produktes steckt. Sonst verbrennt man einfach zu viel Geld. Da bringen dir Umfragen schon eine menge Feedback. Gerade im Onlinemarketing finden sich bestimmt Freunde und oder Kollegen die das Ganze auch Beta testen können. Damit kann man schön Erfahrungen sammeln.

  • Hi Mario, ein paar gute Anregungen / Taktiken zum Thema Lean-Business! Besonders das anonyme Formular und die Facebook Vernetzung finde ich gut.

    Wichtig beim Lean-Business / Minimum Viable Product sind vor allem:

    1. Das Definieren einer Hypothese
    2. Das Aufsetzen von Experimenten, mit denen man die Wahrheit dieser Hypothese untersuchen kann.

    So kommt man Stück für Stück von seinem imaginären Gedankenkonstrukt zu einem Konstrukt, das die Realität sinnvoll abbildet und findet immer besser heraus, was Kunden brauchen.

    Die Lean Methode braucht man allerdings nicht, wenn man ein Produkt erstellt, von dem man bereits weiß, dass es schon eine große Nachfrage gibt. Dies ist ja bei vielen Themen im Bereich Online Marketing der Fall. Sonst ist es meiner Meinung nach kein Lean Startup, sondern einfach nur ein schäbiges Produkt.

    Viele Grüße
    Artur

  • Das ist genau der richtige Ansatz wenn man ein (neues) Projekt aufbaut. Man darf nicht zu verliebt in seine eigene Idee sein, sondern muss schauen, dass man sehr schnell die erste Version online bringt. Dann kann man mit den Erfahrungen, die man mit der Seite und dem Produkt macht seine ersten Annahmen überprüfen und diese dann in die richtige Richtung weiterführen.

  • Hey Mario,
    Toller Artikel für alle die sich die ersten Schritte zum eigenen Produkt nicht so ganz trauen. (sowie ich eben:))

    Angenommen du hast schon eine respektable E-Mail Liste mit treuen Lesern aufgebaut. Dann wäre es doch ein guter erster Schritt eine Umfrage zu starten, um zu testen was bei ihm am besten ankommen würde.

    Was meinst Du dazu?

    Liebste Grüße
    Euer “ VertriebsJunkie! „

  • Hi Mario,

    cooler Artikel 🙂

    Ich finde es aus sehr wichtig, dass man möglichst früh ein einfaches Produkt auf den Markt bringt um direkte und echte Erfahrungen sammeln zu können.

    Liebe Grüße,
    Alina

  • Ich glaube das wichtigste (wie im Artikel beschrieben) ist es vorher zu testen ob das Produkt welches man erstellen will überhaupt von den Kunden gekauft werden würde.

    Es kann ja sein das die Kunden zwar das Thema interessiert aber kein Webinar oder Coaching kaufen aber dafür einen Videokurs sehr aufgeschlossen gegenüber sind.

    Somit sollte man ein wenig Geld in die Hand nehmen um das vorher schon zu überprüfen.

    Arbeite weniger & Outsource mehr!
    Thomas

  • Hallo Mario & Laura!

    Was soll ich noch sagen…? Eigentlich kann ich mich den anderen Kommentaren nur anschließen: sehr guter Artikel! Schrittweise, vom Kleinen zum Großen, an die Sachen heran gehen, regelmäßig testen und vorab das Umfeld beobachten – bin der gleichen Meinung! 🙂

    Liebe Grüße
    Valerie

  • Hallo.

    Ein klasse Gastbeitrag. Kompliment an den Verfasser. Stehen wirklich viele wichtige und tolle Informationen drin. Werde mir den Beitrag nach der Arbeit nochmal in Ruhe durchlesen.