Gastartikel von Erik Jenns – Das Ei des Kolumbus in der Suchmaschinenoptimierung

Moin liebe Leser von LauraGeisbuesch.com!

In diesem Gastbeitrag möchte ich Euch einen kleinen Einblick in das Thema SEO = Suchmaschinenoptimierung geben und erklären, warum Content Marketing das Ei des Kolumbus ist!

Aber bevor ich dieses Rätsel löse, möchte ich erstmal testen, wie „bibelfest“ Laura’s Leserschaft ist!

Johannes – Kapitel 1 (oder so ähnlich): „Im Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Google…“

In unserem Fall: Das Keyword. Der Suchbegriff. Wenn man ein Blogbusiness, ein Internetgeschäft starten will, sollte man sich grundsätzlich 2 – 3 Fragen stellen:

Erstens – Wie oft wird ein Suchbegriff überhaupt gesucht?

Hierzu verwendet man am besten den Google Keyword Planner.

Es macht schließlich keinen Sinn, Blogartikel zu schreiben oder ein Online Business zu starten und sich auf Suchbegriffe zu fokussieren, nach denen niemand sucht.

SEO Search engine optimization

Zweitens – Handelt es sich um Suchbegriffe, die eine „Kauf Affinität“ besitzen? Also Keywords, die Suchende bei Google eingeben, wenn Sie ein wirkliches Kaufinteresse haben? Wenn jemand nach „Suchbegriff GRATIS“ sucht, oder nach „Suchbegriff Bedienungsanleitung“ – wird er wahrscheinlich kein Kaufinteresse haben. Wenn er hingegen nach „Suchbegriff kaufen“ sucht, wird wahrscheinlich ein Kaufinteresse vorhanden sein!

Und drittens schließlich die Wettbewerbsanalyse / die Konkurrenzanalyse. Hat man bei dem Suchbegriff überhaupt eine Chance, auf der ersten Seite bei Google zu landen? Wer gerade erst beginnt, einen Blog zu starten, hat wahrscheinlich keine große Chancen, bei den organischen Suchergebnissen eine gute Google Platzierung zu erlangen, wenn die Konkurrenzwebseiten seit Jahren bestehen, einen hohen Pagerank und viele Backlinks besitzen.

Hierzu gibt es diverse Tools & Software, meist Profitools, die mit monatlichen Kosten verbunden sind, meistens aber 1 Monat gratis oder zur Probe getestet werden können, beispielsweise SECockpit, Sistrix, Xovi und viele weitere Tools. Eine kostenlose Alternative ist „Traffic Travis“, dieses ist in der Basisversion kostenlos und eignet sich für den Anfänger sehr gut, um sich einen Überblick über die Konkurrenzwebseiten zu verschaffen.

Und zu sehen, ob man überhaupt eine Chance hat, mit bestimmten Suchbegriffen – mit wenig Aufwand – einen der vorderen Plätze bei der Google Suche zu ergattern!

Sofern, dieses nicht möglich ist, muss man sich den Traffic kaufen, beispielsweise Google Anzeigen, Bing, YouTube und Facebook Anzeigen.

Was den organischen Traffic anbelangt, sollte man dann andere Suchbegriffe wählen, die zwar vielleicht nicht so oft gesucht werden, bei denen man dafür aber eine Chance hat, gut zu ranken!

Sobald Ihr dann eure Suchbegriffe gefunden habt, mein nächster Tipp:

Hört endlich auf zu bloggen!!!

Was meine ich damit? Es macht wenig Sinn, ständig neue, kurze Blogbeiträge von einigen, wenigen 100 Worten zu verfassen. Einmal schreiben. Und dann diesen Blogbeitrag nie mir ändern.

Das bringt wenig bis nichts.

Wichtig sind Seiten oder Artikel, die ein ganzes Themengebiet möglichst umfassend abdecken. D.h. z.B. „alle“ Fragen zu einem Thema beantworten.

Eine Seite auf einem Blog oder ein Artikel ist ein „Asset“ also ein „Vermögenswert“. Wenn der Inhalt (Content) denn wertvoll ist. Ein Blogartikel von 200 oder 300 Wörtern, lieblos hingeschrieben – wird selten wertvoll sein. Und so sieht es Google auch. Ferner hat auch kaum jemand die Zeit, ständig neue kurze Blogartikel zu schreiben und diese dann auch noch zu verbessern, zu erweitern und bei Bedarf zu aktualisieren.

Sinnvoller ist es, sich auf einige, wenige Seiten oder Beiträge zu fokussieren und hier dann wirklich guten, umfassenden Inhalt zu liefern. Einen Beitrag von mehreren 1000 Wörtern, der möglichst viele (alle) Fragen zu diesem Themenbereich abdeckt. Eine sinnvolle Strategie ist es hier, beispielsweise mit einem kurzen bis mittellangen Beitrag zu starten – und auf dieser Seite immer weiteren Inhalt zu ergänzen. Google sieht dann, dass der Beitrag aktuell ist, regelmäßig neue Inhalte ergänzt werden und ggf. überarbeitet werden, wenn dieses nötig ist.

Nun stellt sich die Frage, wie man dieses macht! Eine Möglichkeit wäre es, alle relevanten Fragen zu einem Suchbegriff zu ermitteln. Möglich ist dieses beispielsweise mit dem kostenpflichtigen Tool „W-Suggest“, das man jedoch (begrenzt auf einige, wenige Fragen) testen kann.

Eine weitere Idee ist es, in diesem Artikel – mit der Zeit – so viele weitere themenrelevante Suchbegriffe, wie möglich zu diesem Themengebiet zu besprechen und zu beantworten. Diese findet man beispielsweise mit dem Semager Tool oder auch mit dem WDF*IDF-Tool und dem gleichnamigen Textassistent.

Google legt immer mehr Wert auf Inhalte – „Content is King“, d.h. liefert Google dann auch den besten Inhalt zu einem Thema. Nur dann hat man die Chance, eine gute Google Platzierung zu erzielen.

Und wer guten Content liefert, der erhält so automatisch – kostenlos – von Google Besucher und viele Leute werden auch auf diese Seite verlinken.

Und das ist letztendlich das Ei des Kolumbus – oder – um Euch eine Beispielsseite zu zeigen, das „Ei des Karl Kratz“, der diese Seite – im Auftrag seines Kunden, auf Platz 3 (nach 2 Wikipedia Ergebnissen) bei der Google Such nach dem Suchbegriff „Ei“ gebracht hat http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/908,0/Chefkoch/Das-Ei-der-heimliche-Kuechenstar-im-Rampenlicht.html – auf dieser Seite sieht man, dass dieser Beitrag eben sehr umfassend ist und viele Aspekte zu diesem Thema behandelt.

In diesem Gastbeitrag kann ich natürlich nicht alle SEO Fragen beantworten und Punkte besprechen, die es zum Thema Suchmaschinenoptimierung gibt.

Wer daran interessiert ist, mehr zu dem Thema Content Marketing zu erfahren, dem kann ich den Besuch des Betrakon Seminars empfehlen am Samstag, den 21. März 2015 in Hamburg – mit Laura Geisbüsch, mit mir und noch weiteren Gast Speakern! Wir behandeln hier an einem Tag Traffic Strategien, Konversion Optimierung, Kundengewinnung, E-Mail Marketing (Laura!), Content Marketing, Social Media und Video Marketing. 1 Tag geballtes Know How für euer Online Business. Uns es gibt noch einige, wenige Standard & VIP-Tickets zum Frühbucher – Schäppchenpreis. Also am besten JETZT SOFORT ein Ticket buchen!

Ich hoffe, Ihr könnt den einen oder anderen Tipp umsetzen und wir sehen uns am 21. März 2015 in Hamburg auf der Bertrakon!

Mit besten Grüssen,
Erik

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Suchmaschinenoptimierung

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13 comments

  • Danke Jens, für die guten Tool-Tipps, da hab auch ich wieder was gelernt. Und viel Erfolg mit der Bertrakon! Viele Grüße Martina

  • Lieber Erik, es sollte natürlich in der Ansprache „Erik“ heißen und nicht Jens – wobei ich dem Jens das selbe wünsche wie dem Erik 😉 VG Martina

  • Martina,

    gerne doch!

    Da seid ihr nicht die Einzigen, denen das passiert! 😉

    LG,
    Erik

  • Hallo Laura und Erik,
    puh, SEO finde ich ganz schön kompliziert, da hilft mir so ein Überblick auf jeden Falll weiter.

    Ursprünglich hatte ich geplant eine Produktnischenseite über elektrische Teekocher zubauen. Aber selbst beim besten Willen habe ich nicht den Hauch einer Idee
    wie ich hierüber Artikel mit 1000 Wörtern schreiben soll, weshalb ich das Thema vorläufig zur Seite gelegt habe.

    Dennoch war das ganze nicht umsonst, denn ich habe mich im Rahmen dieses Projekts mit den einschlägigen SEO Blogs (Seokratie, Sistrixx, seo-united, source-wave..) beschäftigt. Hierbei bin ich natürlich auf die Begriffe Page- und Domain-Authority gestoßen (Firefox Plugin MOZBar sehr hilfreich :-)).

    Der Eierartikel wurde auf chefkoch veröffentlicht, also eine Domäne mit hoher Domain-Authority. Interessant wäre zu Wissen, ob der Artikel auch auf einer frisch
    registrierten Domäne genauso gut ranken würde, schließlich wäre der Content dadurch ja nicht schlechter.

    Für mein erstes Projekt, das auch wirklich das Licht der Welt erblickt, arbeite ich derzeit an einer Artikelserie mit ca. fünf Artiklen mit jeweils 1000-2000 Wörtern, die ich miteinander verlinke. Außerdem möchte ich die Bildersuche nicht vernachlässigen.

    Auch habe ich eine Idee wie ich Laura’s Tipp umsetzen kann youtube als Suchmaschine zusehen.

    Viele Grüße
    Kim

    P.S. Danke für den Tipp mit Trafic Travis. Ich habe bisher immer die eingeschränkte Version von SEMRush verwendet. Als Ergänzung fällt mir noch Ubersuggest ein.

  • Hallo Erik,

    das mit den 1000 Wörtern und mehr kann ich nur bestätigen. Das erhöht erheblich die Sichtbarkeit auf Google und wird auch viel öfters geteilt ist meine persönliche Erfahrung.

    Anstatt der W-Tools würde ich hier auf das kostenlose online Tool verweisen http://www.wrel.de/keywordfragen/ – kann dasselbe und kostet nichts

    fg
    Thomas

  • Thomas,

    guter Tipp, dieses Tool kannte ich bisher noch nicht….

    Kim – ich wollte hier auch nur einige Tools nennen; wenn ich alle, die ich kenne, hier aufführen und erklären würde, wäre ich mit mind. 20’000 Wörtern dabei … An SEO Tools herrscht kein Mangel! 😉

    VG, Erik

  • Hallo Erik,

    in Artikeln mit mehr als 1000 Wörtern kann man auch mehr Keywords „unterbringen“ als in einem kurzen Blogartikel.
    Somit steigt die Wahrscheinlichkeit über die SERP mehr Traffic auf den Blog zu bekommen.

    Außerdem hat langer Content den Vorteil, dass der Besucher einfach länger auf dem Blog bleibt. Natürlich muss der Content gut sein und viele Informationen bieten.

    Für die Ermittlung von (Longtail) Keywords kann ich übrigens KeywordTool.io empfehlen (auch kostenlos).

    Ciao, ciao
    Giuseppe

  • Hallo Kim,

    neben einem holistischen Inhalt (idealerweise mit unterschiedlich integrierten Medien / Formaten) ist das Thema „Kontinuität“ einer der wesentlichen Hebel für die Optimierung.

    Meine Forderung „Hört auf zu bloggen“ hört nicht bei der Forderung auf, sequentielle Produktion durch Aggregation zu ersetzen, sondern geht mit der Anforderung an „Dauerhaftigkeit“ weiter: Anstatt kontinuierlich mittelmäßige Blog-Artikel zu produzieren, ist es deutlich werthaltiger innerhalb des eigenen digitalen Spielfelds eine beherrschbare Anzahl an Online-Assets immer und immer wieder zu intensivieren. Nur so entsteht Exzellenz und ein steuerbares Maß an Dominanz.

    Die „Ei“-Demonstration habe ich vor geraumer Zeit für diverse kompetetive Terme (inkl. des Terms „Risikolebensversicherung“) auf neuen Domains angewandt; das Funktionsprinzip ist reproduzierbar. Dafür gibt es noch ein paar Faktoren zu beachten, aber das würde jetzt den Rahmen des Kommentars sprengen.

    Viel Spaß und liebe Grüße von Karl

    • Hallo Laura und Erik,
      Hallo Karl,

      vielen Dank für deine Antwort!

      Über dein Onepager Risikolebensversicherungs-Projekt habe ich letztens einen Artikel bei Seokratie gelesen. Sehr interessantes Thema! Aber es bestätigt meine Meinung „Puh, SEO ist kompliziert!“. Erst gestern habe ich mich ziemlich lang mit deinen Artikeln zu dem Thema WDF*IDF beschäftigt. Ich denke ich habe verstanden, weshalb die Schlüsselwortdichte kein gutes Maß ist.

      Definitiv habe ich mir zum Ziel gesetzt die SEO Thematik zu erlernen. Aber ich merke auch, dass ich noch sehr sehr viel üben muss. Ich bleib dran! Auf jeden Fall danke für deine Arbeit.

      @Laura: Klitzekleine Frage/Bitte. Ich denke ich brauch noch so ein bis zwei Wochen um mein Blog Onlinefähig zu machen. Bevor ich aber wie blöde Backlinks in die Kommentare setze, würde mich deine Meinung zu einigen Dingen interessieren. Kann man dich zwecks einer Beratung buchen?

      @Laura und Erik: Viel Spaß auf der Betrakon!

      Viele Grüße
      Kim

  • Zunächst mal vielen Dank für die Erwähnung unseres WDF*IDF Tools in Eurem Blogbeitrag. Was für die Leser, aber auch für Deine Kunden sicherlich genauso interessant bei der Texterstellung sein dürfte – unser neues, kostenloses W-Fragen Tool (http://www.w-fragen-tool.com), mit welchem man die wichtigsten Fragen der Google-Besucher zu verschiedenen Themen abfragen kann und so (rein theoretisch 🙂 den perfekten Inhalt dafür erstellen kann.
    Ich würde mich über das ein oder andere Feedback, Vorschläge usw. sehr freuen – wir haben bislang die erste Version dafür gelauncht – in Kürze wird das Tool weiter ausgebaut und bleibt wie auch das WDF*IDF Tool weiterhin kostenlos.

  • Hi Erik, es ist schon richtig, dass längere Artikel für den Leser hilfreicher sind und auch von Google bevorzugt werden, aber sich auf eine bestimmte Wortanzahl zu fokussieren, finde ich unnötig und genau das führt oft dazu, dass Artikel unnötig aufgeblasen werden, ohne wirklich mehr auszusagen. Wenn ein Thema mit 500 Wörtern behandelt werden kann, dann ist das doch vollkommen in Ordnung, den Leser nicht mit Füllwörtern und Füllsätzen zu nerven bis er an die Lösung kommt 🙂

    Dass auch kürzere Blogartikel funktionieren können, beweist auch der Tim auf mymonk.de

    Sonnige Grüße