Gastartikel von Benedikt Ahlfeld: Schreibblockade? Hier sind 4 geniale Fundorte für neue Blog Artikel

Ideen für Blogbeitrag
Du brauchst Ideen für deinen Blog und dir fällt nichts ein? Hier kommt ein Post, der dir vielleicht die ein oder andere Idee gibt – oder womöglich gleich Ideen für eine ganze Reihe an Artikeln!
Keinen Bock zu lesen!? Komm‘ ich lese dir den Beitrag vor!


Viele Blogger schreiben zunächst Entwürfe und „bearbeiten“ diese dann nach und nach. Doch genau diese „Korrektur“ ist kritisch und bedarf einiges an Übung.

 

Erst heute habe ich ein kurzes jedoch überzeugendes Video von Beth Dunn auf Hubspot gesehen, das schon vor einiger Zeit bei der Inbound Conference gedreht wurde.

 

In diesem Video spricht Beth über die „Verbesserung des Geschriebenen“, indem die „Korrektur“ der Artikel (ordentlich) erlernt wird. Das Video bietet reichlich Inputs, doch was ich nun besonders hervorheben möchte sind die 3 Stellen in deinen Entwürfen, wo die besten Ideen schlummern (etwa bei Minute 9:30).

 

Die besten Ideen (die Beth auch gerne „Screws“ oder „Points“ nennt) sind oftmals Dinge, auf die du gesondert achten solltest und die Anstöße für neue Blog Artikel sein können.

 

Wie kommt man nun auf diese Punkte? Es gibt gewissen Stellen in deinen ersten Artikelentwürfen, wo du sie regelmäßig finden wirst:

Fundort für neue Ideen #1: Pivoto
Drehpunkt
Jene Stelle in deinem Artikel, wo du gedanklich auf ein Hindernis stößt und sich dein Schreibstil eventuell verändert. Inhaltlich geht es gerade in eine andere Richtung und du merkst, der Artikel wird wahrscheinlich deutlich länger als geplant. Autoren nennen dies auch Pivoto (der Drehpunkt).
Ich ertappe mich häufig dabei, mitten beim Schreiben eines Posts plötzlich Gedankengänge zu haben, die mich fast zum Umschreiben des ganzen Artikels verleiten. Oftmals sind es Gedankensprünge, kleine Annekdoten oder Erklärungen. Ich habe mir antrainiert, diese Ideen zu notieren anstatt sie direkt in den jetzigen Artikel einzubauen.

 

Warum? Da dies goldene Momente sind, die komplett eigene Artikel in der Zukunft ergeben können.

 

Fundort für neue Ideen #2: Der Lacher

 

Das ist der Moment, wenn du etwas schreibst und plötzlich ein Satz auf dem Papier steht, über den du noch gar nicht im Detail nachgedacht hast. Du weißt nicht, wo dieser Satz so plötzlich herkam. Gerne lachen wir auch über solche Geistesblitze und fragen uns dann ernsthaft, wie dieser zustande kam.

 

Genau dies erinnert mich an einen meiner Artikel, der mittlerweile über 3.000 Facebook-Likes zählt: „Brich alle Regeln und schockiere deine Freunde! 10 Schritte, wie man aus dem System aussteigen kann”. Beim Schreiben dieses Artikels haben die besten Ideen mich entweder zum Lachen gebracht oder mich erstaunt, dass ich überhaupt auf solche Gedankengänge komme.

 

Fundort für neue Ideen #3: Das Ende

 

Textende
Die große Mehrheit großartiger Ideen befindet sich typischerweise am Ende deines ersten Entwurfs. Dies musste ich mit Erstaunen feststellen. Wenn ich etwas schreibe, ist am Ende oftmals der konzentrierteste Teil meiner Inhalte zu finden.

 

Das ist in vielerlei Hinsicht auch ganz logisch erklärbar: wir haben viel Zeit damit verbracht, unsere Ideen im Artikel zu erläutern. Dabei haben wir es auf verschiedene Arten und Weisen versucht und kommen zum Schluss schließlich auf eine möglichst effektive Lösung, die alles recht komprimiert präsentiert. So haben wir selbst am Ende ein klareres Bild von dem, was wir eigentlich zu Beginn in unserem Artikel ausdrücken wollten.

 

So eignet sich der Entwurf auch als offenes Brainstorming oder als Notizblock, um erstmal ein paar Gedanken zu ordnen und „zum Punkt zu kommen“. Der Fehler liegt nun darin, das Geschriebene unstrukturiert zu veröffentlichen. Um effiziente Selbstmanagement Techniken zu erlernen (u.a. auch Mindmapping und Mnemotechniken) sowie die nötige Motivation für die Umsetzung zu haben empfiehlt sich eine NLP und Hypnose Ausbildung. Sie hilft dir dabei deine persönlichen Bedürfnisse besser zu analysieren und effizient zu erreichen.

 

Praxis-Tipp: Behandle deinen ersten Entwurf als Rohmaterial und forme daraus etwas Neues. Nimm deine überarbeitete Idee und nutze diese als zentrales Element deines Artikels.

 

Fundort für neue Ideen #4: Eine totale Anfängerfrage beantworten

 

Manchmal sind die effektivsten Artikel solche Posts, die Anfänger in einem bestimmten Bereich über Grundlegende Dinge informieren oder aufklären.

 

Das ist auch eine meiner Lieblingstechniken, um an neue Ideen für Posts zu kommen. Ich denke einfach ein, zwei oder auch zehn Jahre zurück und frage mich selbst, was ich damals für Fragen hatte.

 

Dann schreibe ich die passende Antwort zu dieser Frage, die ich für mich selbst entdeckt habe.

 

Es scheint manchmal ein wenig dämlich zu sein, über wirklich so grundlegende und einfache Dinge zu schreiben. Doch wenn du dir diese Frage einst gestellt hast, stellen sich auch heute noch andere Menschen genau diese Frage.

 

Anfänger sind eine häufig ignorierte Lesergruppe in vielen Nischen.

 

Es macht also durchaus Sinn, sich genau diesen Lesern zu verschreiben.

 

Mit solchen Inhalten kannst du dir auch in den Suchmaschinen einen Namen machen, da die meisten von uns wohl Google nutzen, um Antworten auf Fragen zu finden, die man vor Peinlichkeit lieber nicht seinen Freunden stellt.

 

Beispiele aus der Praxis

 

Auf dPS (einem Blog rund um digitale Fotografie) ist einer der beliebtesten Posts einer, der eine wirklich banale Anfängerfrage beantwortet. Der Artikel “How to Hold a Camera” wurde deshalb geschrieben, weil der Autor als Kind immer verwackelte Fotos machte.

 

Bild 1

 

Der Artikel “How to hold a camera” war fast schon so banal, dass man diesen gar nicht erst veröffentlichen wollte. Doch heute hat allein dieser Artikel 600.000 Besucher angezogen (und täglich kommen weitere dazu).

 

Ein ähnliches Beispiel ist der „what is a blog?” Post. Der Artikel wurde 2005 geschrieben und erhält bis heute Traffic!

 

Bild 2

 

So kannst du sofort starten

 

Denke zurück – welche Fragen hattest du zu bestimmten Themen, über die du heute schreibst? Mache eine Liste und beginne diese abzuarbeiten.

 

Vielleicht hast du gar so viele Fragen, um eine wöchentliche oder monatliche Serie an Artikeln zu starten – rein für Anfänger in deinem Fachgebiet.

 

Sobald du das Brainstorming abgeschlossen hast, schreib mir hier in einem Kommentar, wie du zu deinen besten Artikel-Ideen kommst und welchen Artikel du nun verfassen wirst!

 

Oder leg sofort los und teile den Link zu deinem neuen Artikel dann gerne hier. Es sollte etwas sein, das in den meisten Nischen und Themen relevant ist. Wähle ein Thema aus, schreibe darüber und gib mir im Kommentarbereich unten Bescheid, wenn du fertig bist. Ich würde zugerne sehen, was du an neuen Ideen bekommen hast!

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Beth Dunn

„Brich alle Regeln und schockiere deine Freunde! 10 Schritte, wie man aus dem System aussteigen kann” von Benedikt Ahlfeld

Bloggen wie ein Profi von Laura Geisbüsch

Textende

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5 comments

  • Auch eine nette Idee gute Inhalte für Blogbeiträge zu finden: Nutze bekannte Content-Tools die Dir anzeigen, welche Beiträge von den Usern am meisten Shares hatten. z.B. kann man mit dem Ahrefs Contentexplorer zu sämtlichen Themen weltweit die besten Artikel analysieren und sich so von Ideen inspirieren lassen – z.B. was interessiert die Diät-Interessenten in Amerika etc.
    Oder eben mit einem Tool wie unserem nach den häufigsten Fragen zu bestimmten Themen suchen und dementsprechend Content aufbauen.

  • Schöner Artikel mit interessanten Ansätzen um neue Ideen für Artiekl zu generieren.

  • Hay Benedikt,

    ein sehr gelunger Artikel. Ich kann deine Aussagen bestätigen und sehe mich manchmal auch in einem Moment in der Artikelbeschreibung wo ich mir denke: “ Das hattest du schon einmal“ oder „Was waren eigentlich meine früheren Fragen?“.

    Der Drehpunkt wie im Artikel beschreiben, ist ein gutes Beispiel dafür wie sich wahrscheinlich viele Blogbetreiber fühlen. Man fängt irgendwo an und endet komplett woanders. Ich mache es übrigens genau wie du. Ich schreibe mir die neuen Sachen direkt auf 🙂

    Mit der Idee einfach komplett simple Fragen zu beantworten die eigentlich total banal klingen, habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Vielleicht wäre so ein Artikel mal einen Versucht wert. Danke dafür 🙂

    Besten Gruß

    Ruben Pasternak

  • Meine grösste Hürde ist, anzufangen bzw. mir die Zeit dafür zu nehmen. Wenn ich schreibe, dann kann es mir dank Pivoto auch mal passieren, dass ich 4 Artikel gelichzeitig schreiben muss. 😉

    Danke für den Tippmit der Anfängerfrage. der hat etwas.
    LG
    Peter